Im griechischen Teil der Insel Zypern wurden im Jahr 2012 genau 49 neue AIDS-Fälle registriert (2011: 54, 2010: 41). Dies melden zyprische Medien berufend auf den Angaben des Nationalen AIDS-Programms. Von den 49 Personen leben 46 dauerhaft im Süden der Insel Zypern, während zwei im Ausland wohnhaft sind. Bei einer Person ist der Wohnort bisher unbekannt. Im Zeitraum von 1986 bis 2011 haben sich 735 Menschen in Südzypern mit dem erworbenen Immundefektsyndrom infiziert. Dabei handelt es sich um 384 Zyperngriechen (davon 50 Frauen), 349 Ausländer und zwei türkische Zyprer. Insgesamt haben 457 von ihnen dauerhaft in Griechisch-Zypern und 278 im Ausland gelebt. Bisher haben 118 der 735 Menschen ihr Leben verloren.
Der Umgang Südzyperns mit an AIDS erkrankten Menschen wird von internationalen Nichtregierungsorganisationen scharf kritisiert. So haben die „European Aids Treatment Group“ und das „Civil Society Forum AIDS Action Europe“ laut der Deutschen Aidshilfe in einem offenen Brief das griechisch-zyprische Staatsoberhaupt Dimitris Christofias aufgefordert, die Bestimmungen rasch aufzuheben, welche von Nicht-EU-Bürgern bei längerfristigen Aufenthalten eine gesundheitliche Bescheinigung fordern, ob eine HIV-Infektion oder andere Geschlechtskrankheiten vorliegen, und bei positiv getesteten Personen eine Einreiseverweigerung vorschreiben. (tak, simerini, alithia, deutsche aidshilfe, cyprus mail)
Kommentar verfassen